Aus der „Garage“ zum Global Player

Wir freuen uns sehr, dass wir bei einer Abendveranstaltung der Kreissparkasse Ravensburg unsere Erfolgsgeschichte präsentieren durften. Vielen Dank für das tolle Event in der Sparkasse Wangen, die zahlreichen Besucher und ihr Interesse an der SET. Auch die Schwäbische Zeitung hat von dem Abend berichtet, vielen Dank für den tollen Artikel!

 

Der Weg zum Global Player

Da war sie wieder, die berühmte Garage, von der aus viele heute sehr erfolgreiche Firmen gegründet wurden. Im Falle des Unternehmens SET war diese Garage allerdings eine ausgeräumte 100 Quadratmeter-Wohnung, die vor 18 Jahren den Grundstein für den erfolgreichen Weg zum Global Player bildete. Geschichten wie diese gab es am Mittwochabend in der Kreissparkasse bei der Eröffnung der 32. Unternehmenspräsentation mit geladenen 100 Gästen zu erfahren. Für die Öffentlichkeit ist die Ausstellung nun bis kurz vor Weihnachten geöffnet.

„Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2001 wächst die Firma SET kontinuierlich und ist an mittlerweile vier Standorten mit zwei Firmen in Deutschland und den USA zu Hause“, sagte Andreas Middelberg, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Kreissparkasse. Er erläuterte auch den Fokus des inzwischen über 70 Mitarbeiter großen und im Waltersbühl ansässigen Spezialisten für Testsysteme und Elektronik-Entwicklung: „Das innovative Technologie-Unternehmer SET hat sich spezialisiert auf die Entwicklung von Halbleiterzuverlässigkeits-, HiL- und Funktionstestsystemen sowie die Elektronikentwicklung und -fertigung für die Automotive-, Luftfahrt- und Halbleiterindustrie.“ Auf einen einfachen Nenner gebracht, ist SET in der Hard- und Software zu Hause, simuliert in Echtzeit, entwickelt und nimmt fertige Systeme in Betrieb. Das Unternehmen bietet spezifische Lösungen für die Luftfahrt, die Halbleiterindustrie und für Automobilhersteller. Dies so erfolgreich, dass Ende Oktober die nun auf 2100 Quadratmeter ausgeweitete Büro- und Fertigungsfläche am Standort Wangen eingeweiht werden konnte.

 

17 Jahre SET – eine Zeitreise

Frank Heidemann, geschäftsführender SET-Gesellschafter, nahm die Besucher der Ausstellungseröffnung mit auf eine Zeitreise durch die inzwischen mehr als 17-jährige Firmengeschichte. Sie begann mit dem Zusammenschluss der beiden Ingenieurdienstleistungsbüros Heidemann und Hammerer am 1. September 2001 in einer 100 Quadratmeter-Wohnung an der Gegenbaurstraße und einer Grundgeschäftsidee im Luftfahrtbereich, die am 11. September drohte, sich durch den Terroranschlag in den USA in Luft aufzulösen. 2007 zog das Unternehmen vom zweiten Standort Sigmanns ins Waltersbühl. 2009 gewann das Unternehmen die Auszeichnung „Alliance Partner of the Year Award 2009“ durch National Instruments. Ein Jahr später folgte Airbus als Kunde. 2011 verzeichnete die Firmenhistorie den erfolgreichen Erstflug der von SET entwickelten modularen Fly-by-Wire Hardware Plattform. Inzwischen sind, so Heidemann, in jedem A 350 SET-Teile verbaut.

Schließlich wurde auch BMW auf das Wangener Unternehmen aufmerksam. BMW fragte an, ob man sich nicht auch ein Engagement im Automotivbereich vorstellen könnte. Auf ein erstes „Ne“ kam laut Heidemann die Einsicht: „Das ist vielleicht keine blöde Idee.“ Nach der Ausdehnung des Unternehmens nach Düsseldorf und München sowie in die USA steht mit Frankreich, dem „Mekka“ der Luftfahrtindustrie, Anfang 2019 der nächste Standort auf dem Plan. Überhaupt sprach Heidemann von ehrgeizigen Zielen und Visionen für die Zukunft.

 

Autonomes Fahren

Die Gäste interessierten sich besonders für die Themen autonomes Fahren (Heidemann: „Problem ist nicht das autonome Fahrzeug, sondern das nicht autonome Fahrzeug, mit dem wir es zu tun haben.“) und das Suchen und Finden von genügend Mitarbeitern in einer Stadt wie Wangen („Wir haben eine unglaubliche Qualität bei den Mitarbeitern“). Doch auf die Frage von Andreas Middelberg, wie es denn trotz aller guter Erfindungen zur Schummelsoftware bei Automobilherstellern kommen konnte, hatte auch Heidemann keine Antwort: „Ich kann es Ihnen wirklich nicht sagen.“

Quelle: Schwäbische Zeitung online

2018-12-19T08:55:40+00:00